Glossar

Kontextfenster

Auch: Context Window

Die Menge an Text, die ein Modell gleichzeitig im Blick behalten kann — sein Arbeitsgedächtnis, gemessen in Token.

Das Kontextfenster ist das Arbeitsgedächtnis eines Modells: die maximale Textmenge, die es bei einer Antwort gleichzeitig berücksichtigen kann. Gemessen wird es nicht in Wörtern, sondern in sogenannten Token — kleinen Textbausteinen, die etwa einem kurzen Wort oder Wortteil entsprechen. Alles, was in dieses Fenster passt — Ihr Kontext, also Prompt und bisheriger Gesprächsverlauf —, kann das Modell heranziehen. Was nicht mehr hineinpasst, gerät außer Sicht: In sehr langen Gesprächen kann der Anfang dadurch sozusagen aus dem Gedächtnis fallen. Wichtig ist der Unterschied zum dauerhaften „Wissen“ des Modells: Das Kontextfenster ist das kurzfristige Gedächtnis für den aktuellen Austausch, während die Trainingsdaten das langfristig Gelernte bilden.

Quellen

  1. Anthropic — Context windows (Dokumentation)
  2. Anthropic — Glossary: Context window

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